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Klubrennen anno dazumal

Im Gründungsjahr, am 13. Januar 1934, fand das erste Klubrennen statt. Bemerkenswert ist die damalige Ausrüstung. Die Männer trugen oft die volle Sonntagskluft oder dann zumindest unter einem Pullover ein weisses Hemd, die Damen fuhren in langen Röcken.
Man benutze belaglose Eschenbretter ohne Kanten. Wer es sich leisten konnte, kaufte im Konsum ein Fläschchen roten Skilack und trug diesen selber auf die nackte Holzfläche auf. Skiwachs für alle Teilnehmer wurde vom Klub zur Verfügung gestellt. In der ersten Jahresrechnung ist dafür ein Betrag Fr. 33.50 verbucht. Der Stoff und das Zubehör  für die   Startnummern    kosteten  bloss Fr.  9.50, genäht wurden sie von den Frauen des Klubs.

Eine   Rennstrecke wird erstmals 1936 erwähnt. Sie  führte von der Seehalte,  unterhalb des Weges zum See, hinunter zum Weiler Bina. Für die Zeitmessung benutzte man zwei Wecker mit Sekundenzeiger, welche vor dem Start auf einander abgestimmt worden waren. Wer das Ziel erreichte, wurde mit Grog, Bier oder einem Gläschen Cognac gestärkt. Im Zielgelände verkauft man  Abzeichen und nahm freiwillige Spenden entgegen, ein willkommener Zuschuss für die Vereinskasse. Anlässlich des Klubrennens von 1946 spielte erstmals die Dorfmusik im Zielraum auf.

Ab dem zweiten Vereinsjahr erhielten  die ersten Ränge  auch „Rennprise“. Laut Jahresrechnung wurden 1944 erstmals 2 Pokale („Becher“) für die Sieger angeschafft, einer für die Damen, der andere für die   Herren. Wer  dreimal hintereinander siegte, durfte den Pokal behalten, so mussten dann 1952 erneut zwei neue besorgt werden.

In den ersten Jahren starteten Damen und Herren gemischt. Als es dann immer wieder vorkam, dass eine der Damen, meist Lydia Schnidrig,  den Sieg davon trug,  wurde eine eigene Damenkategorie geschaffen. Im Winter 1945 nahmen folgende sechs Damen am Klubrennen teil: Andenmatten Johanna (1922) und ihre Schwester Therese (1927),  Ruppen Maria (1921), Schnidrig Katharina (1922), Schnidrig Lydia (1926) und Williner Maria  (1921).